Nachhaltigkeit gewinnt auch in Zahnarzt- und kieferorthopädischen Praxen zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Umweltbewusstsein, sondern immer stärker auch um wirtschaftliche Effizienz und moderne Praxisorganisation. Digitale Prozesse können helfen, Papierverbrauch zu reduzieren, Verwaltungsaufwand zu minimieren und Abläufe ressourcenschonender zu gestalten – ein Thema, das angesichts steigender Kosten und wachsender organisatorischer Anforderungen für viele Praxen relevanter wird.
Wie groß das Potenzial ist, zeigt die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen. Laut einer 2025 veröffentlichten Umfragestudie unter deutschen Zahnarztpraxen arbeiten bereits 80 Prozent der Praxen mit digitalem Röntgen, während der Einsatz digitaler Technologien im Praxisalltag insgesamt kontinuierlich zunimmt. Gleichzeitig verursacht die tägliche Administration weiterhin einen hohen Ressourcenverbrauch: Dokumente werden mehrfach ausgedruckt, Informationen zwischen verschiedenen Systemen übertragen und organisatorische Prozesse häufig manuell gesteuert. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung verweist zudem auf einen durchschnittlichen Bürokratieaufwand von über 24 Stunden pro Woche in Zahnarztpraxen – Zeit, die erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen bindet.